Upcycling im Haushalt: Welche Behälter für Kerzen taugen
Kerzen selbst zu gießen ist kein Hexenwerk. Wachsreste, ein Docht und ein Gefäß reichen aus, um aus alten Resten neue Lichtquellen zu machen. Der Reiz liegt nicht nur im Sparen, sondern auch darin, dass jedes Stück ein Unikat wird. Wer regelmäßig Kerzen gießt, kennt das Problem: Irgendwann stapeln sich Gläser, Dosen und Tassen in der Küche, und die Frage taucht auf, welcher Behälter überhaupt geeignet ist. Nicht jedes Material verträgt die Hitze, und manche Formen machen mehr Arbeit, als sie später Nutzen bringen.
Glas ist der Klassiker. Einmachgläser, Senfgläser oder leere Marmeladengläser funktionieren gut, solange das Glas dickwandig genug ist und keine Risse aufweist. Dünnes Trinkglas kann bei der Hitze des Wachses springen, besonders wenn es kalt ist und das Wachs heiß eingefüllt wird. Keramik und Steingut sind ebenfalls brauchbar, sofern sie glasiert sind und keine Haarrisse haben. Porzellantassen sehen dekorativ aus, allerdings ist die Henkelkonstruktion oft im Weg, wenn die Kerze abbrennt. Wer alte Dosen und Tassen vor dem Befüllen prüfen möchte, findet beim Prüfen alter Dosen und Tassen vor dem Befüllen eine hilfreiche Zusammenstellung der wichtigsten Punkte. Entscheidend sind immer drei Dinge: Hitzebeständigkeit, Standfestigkeit und eine Öffnung, die breit genug ist, um den Docht zu befestigen und die Kerze später gefahrlos anzuzünden.
Nicht geeignet sind Behälter aus Kunststoff, auch wenn sie optisch passen. Sie verformen sich schon bei niedrigen Temperaturen, und Weichmacher können in das Wachs übergehen. Blechdosen ohne Innenbeschichtung sind ebenfalls problematisch, weil sie rosten, sobald Feuchtigkeit eindringt. Zudem leiten sie die Wärme stark, sodass die Außenseite heiß wird. Dekorative Dosen mit Lackierung oder Aufdrucken gehören nicht in die Kerzenproduktion, da sich die Farbe beim Erhitzen lösen kann. Auch zerbrechliche Teetassen mit dünnem Rand oder beschädigte Emaille sind keine gute Wahl. Prüfen lässt sich das mit einem einfachen Test: Behälter mit heißem Wasser füllen und abwarten, ob er die Temperatur ohne Risse oder Verformung übersteht.
Wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt bei dickwandigem Glas, glasierter Keramik oder Steingut. Diese Materialien halten die Hitze aus, lassen sich gut reinigen und geben der Kerze einen stabilen Stand. Vor dem Gießen sollte der Behälter sauber und trocken sein, damit der Docht hält und das Wachs gleichmäßig abbinden kann. Ein kleiner Untersetzer aus Kork oder Filz schützt die Oberfläche und verhindert Kratzer. So wird aus einem alten Gefäß ein brauchbares Stück, das nicht nur Licht spendet, sondern auch eine Geschichte erzählt.