Offenes Wohnen mit Home Office: Möbel als Raumteiler
Offene Grundrisse sind praktisch, weil sie Wohnzimmer, Küche und Essbereich verbinden und viel Tageslicht hereinlassen. Sobald jedoch ein Home Office dazukommt, entsteht ein Problem: Der Schreibtisch steht mitten im Wohnbereich, Konferenzen mischen sich mit dem Alltag, und die Konzentration leidet. Wer nicht gleich eine feste Wand einziehen will, braucht Möbel, die Zonen definieren, ohne den Raum zu erdrücken. Entscheidend ist, dass diese Möbel auf beiden Seiten funktionieren: als Sichtschutz und als Stauraum, ohne das Licht zu blockieren.
Ein hohes Regal ist der Klassiker unter den Raumteilern, doch nicht jedes Regal eignet sich. Geschlossene Rückwände lassen den Bereich dahinter dunkel wirken, während offene Fächer den Blick und das Licht durchlassen. Wer beides kombinieren möchte, sollte Raumteiler mit Stauraum planen und dabei die Höhe sowie die Tiefe genau prüfen. Ein Regal mit einer Tiefe von 30 bis 40 Zentimetern reicht für Aktenordner, Bücher und Deko, ohne den Raum zu dominieren. Wichtig ist, dass es nicht bis zur Decke reicht, damit das Licht darüber weiter in den hinteren Bereich fällt.
Neben Regalen funktionieren auch andere Möbel als Trenner. Ein Sideboard auf Rollen kann tagsüber als Arbeitsfläche dienen und abends an die Wand geschoben werden. Paravents oder geflochtene Sichtschutzelemente aus Holz oder Rattan sind leicht und lassen Luft sowie Licht durch. Wer mehr Stabilität braucht, kann mit einer halbhohen Trockenbauwand arbeiten, die oben offen bleibt. Kombiniert man diese Elemente, entsteht eine klare Grenze zwischen Arbeit und Wohnen, ohne dass der Raum seine Offenheit verliert. Pflanzen auf der Oberseite des Regals verstärken den Effekt und verbessern nebenbei das Raumklima.
Die Planung sollte mit dem Arbeitsplatz beginnen. Steht der Schreibtisch am Fenster, braucht der Raumteiler eine Position, die Blendung vermeidet und dennoch den Rücken freihält. Wer häufig telefoniert oder Video-Calls macht, sollte auf schallabsorbierende Materialien achten, etwa Filzpaneele oder Regale mit textilen Boxen. Ein Teppich im Home-Office-Bereich dämpft zusätzlich den Schall. So bleibt der offene Grundriss erhalten, während der Arbeitsbereich klar definiert ist. Wer diese Punkte beachtet, gewinnt einen funktionalen Raum, der hell bleibt und sich flexibel anpassen lässt.