Offene Wohnräume optisch trennen: Vorhänge, Regale und Paravents
Offene Grundrisse wirken großzügig, bringen aber ein praktisches Problem mit sich: Wohnen, Essen und Arbeiten verschwimmen zu einer einzigen Fläche. Wer dennoch klare Zonen möchte, braucht eine Trennung, die Licht durchlässt und nicht wie eine Wand wirkt. Drei Lösungen haben sich bewährt – Vorhänge, Regale und Paravents – und jede hat ihre eigenen Stärken und Schwächen.
Vorhänge sind die flexibelste Variante. Ein dichter Stoff schluckt Schall und lässt sich abends zuziehen, tagsüber verschwindet er an der Seite. Wer eine leichte Trennung bevorzugt, greift zu halbtransparentem Leinen, das den Raum optisch gliedert, ohne ihn zu verdunkeln. Der Nachteil: Vorhänge bieten keinen Stauraum und wirken schnell unruhig, wenn sie nicht sauber geführt werden. Regale dagegen trennen und nutzen gleichzeitig die Fläche. Wer Raumteiler aus IKEA-Kallax-Regalen geschickt kombiniert, schafft Sichtschutz und Ablagefläche in einem. Offene Fächer wirken luftig, geschlossene Türen beruhigen das Bild. Ein Regal sollte allerdings nicht bis zur Decke reichen, sonst entsteht der Eindruck einer echten Wand.
Paravents sind die kompakteste Lösung. Sie lassen sich zusammenklappen, umstellen und auch in Mietwohnungen ohne Bohren aufstellen. Drei oder vier Elemente genügen, um eine Leseecke oder einen Arbeitsplatz abzuschirmen. Wer Wert auf Schallschutz legt, sollte auf dichte Materialien achten; leichte Stoffbespannungen dämpfen den Klang kaum. Ein Paravent eignet sich besonders für kleine Wohnungen, in denen jeder Zentimeter zählt und eine feste Installation zu viel wäre.
Die Wahl hängt vom Alltag ab. Wer viel Besuch empfängt und flexibel bleiben will, fährt mit einem Paravent gut. Wer Stauraum braucht, plant ein Regal ein. Vorhänge wiederum sind ideal, wenn der Raum abends zur Ruhe kommen soll. Eine Kombination aus zwei Elementen – etwa ein Regal als Basis und ein Vorhang als beweglicher Abschluss – deckt die meisten Bedürfnisse ab, ohne den offenen Charakter des Grundrisses zu zerstören.